Der schwierige Umgang mit der Selbstkenntnis



Bei der Suche nach potenziellen Führungskräften schenken Entscheider der Selbstkenntnis oft nicht die Anerkennung, die sie verdient. Viele Führungskräfte verwechseln Offenheit in Bezug auf ihre Werte, Emotionen oder Bedürfnisse mit "Schwäche" und zollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ihre Unzulänglichkeiten offen zugeben, nicht den gebührenden Respekt.​

Solche Menschen werden allzu leicht als "nicht stark genug" abgetan, um andere zu führen.​


Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. ​

Führungskräfte müssen ständig Entscheidungen treffen, die eine ehrliche Bewertung ihrer eigenen Fähigkeiten und der anderer erfordern. ​

  • Verfügen wir über das Management-Know-how, um einen Wettbewerber zu übernehmen? ​

  • Können wir ein neues Produkt innerhalb von sechs Monaten auf den Markt bringen? ​

  • Ist Person XY eine gute Wahl für die neue Position?​

Menschen, die sich selbst ehrlich einschätzen - d. h. Menschen, die sich ihrer selbst bewusst sind - sind gut geeignet, dasselbe für die Organisationen zu tun, die sie leiten.​


Kenntnis der eigenen ​

  • Stärken, ​

  • Schwächen, ​

  • Antriebe, ​

  • Werte, ​

  • Emotionen, ​

  • Bedürfnisse und ​

  • der Wirkung auf andere​

Eine Person mit hoher Selbstkenntnis ist ehrlich zu sich und zu anderen, kann schnell Entscheidungen treffen, kann sich selbst realistisch einschätzen, weiß was sie will und gibt Misserfolge offen und mit einem Lächeln zu.​


Ist es nicht genau das, was wir in Führungskräfte suchen sollten?


Goleman, D. (2004). “What Makes a Leader?” in Harvard Business Review, January 2004.

7 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen